Prof. Dieter Leistner, Würzburg

Preisträger „Große Häuser, kleine Häuser – Ausgezeichnete Architektur in Hessen“ 2008-2013

Integration der RegioTram in den Hauptbahnhof Kassel

Kassel

Prof. Dieter Leistner, Würzburg
Projekt
Integration der RegioTram in den Hauptbahnhof Kassel
Architekt
Pahl + Weber-Pahl Architekten BDA, Darmstadt
Bauherr
KVV Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH

Integration der RegioTram in den Hauptbahnhof Kassel

Die neue Haltestelle für die RegioTram-Züge, deren Gleise unter dem Kasseler Hauptbahnhof durchführen, wurde in den denkmalgeschützten Kasseler Hauptbahnhof integriert. Das innovative und im Umgang mit dem Denkmalschutz harmonisch eingebundene Haltestellen-Bauwerk verbindet das innerstädtische Straßenbahnnetz mit dem Regionalverkehr, ist etwa 150 Meter lang, 20 Meter breit und zu zwei Dritteln überdeckt. Die Bauaufgabe war eine besondere Herausforderung, weil zum einen eine Tragstruktur entwickelt werden musste, die sich trotz der räumlichen Enge realisieren ließ. Zum anderen mussten Planung und Bau in nur vier Jahren verwirklicht werden. Das stützenfreie Holzlamellendach mit einer rautenförmigen Tragestruktur, das ohne jegliche Zugbänder auf Stahlstützen mit einem steifen Randträger aus Stahl aufliegt, prägt das Erscheinungsbild der RegioTram-Station. Die Dachkonstruktion besteht aus 278 weitgehend gleichen Stäben. Die Verschalung wurde unterseitig weiß lasiert. An den Fußpunkten der Stahlkonstruktion erhellen die Strahler die Holzschale, das Spiel aus Licht und Schatten betont die Plastizität der Konstruktion.

www.pahl-architekten.de

Beteiligte Fachplaner

  • OSD, Frankfurt am Main (Tragwerksplanung)
  • Reitz und Pristl Ingenieurgesellschaft mbH, Kassel (Tragwerksplanung Tunnelbauwerk)
Prof. Dieter Leistner, Würzburg
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Preisträger

„Große Häuser, kleine Häuser – Ausgezeichnete Architektur in Hessen“ 2008-2013 – Simon-Louis-du-Ry-Plakette

Juryurteil

Der abgesenkte Gleisbereich im Bahnsteigbereich des historischen Kopfbahnhofs wird als zeitgemäß erschlossene Haltestelle ausgebildet. In Nachbarschaft zur historischen Bahnsteigüberdachung ist ein neues Dach entstanden, das trotz des Dimensionsunterschieds und des Höhenunterschieds eine überzeugende Selbstverständlichkeit ausstrahlt. Materialität, Originalität der Konstruktion sowie das Beleuchtungskonzept bilden in hohem Respekt zum historischen Umfeld eine beispielhafte und zeitgemäße Haltestelle für ein zukunftsweisendes Verkehrsmittel.